Play Fair 2008
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Arbeiterinnen Schwitzen für die Olympiade in Beijing 2008
Wer Sport betreibt, stört sich längst daran: Fairplay ist in der Herstellung von Sportbekleidung leider die Ausnahme. Damit sich dies ändert, braucht es auch den Willen und den Einsatz der Sportverbände.

Die Play Fair Kampagne

Die Sommerspiele in Peking könnten die profitabelsten seit Beginn der Olympischen Spiele werden. Ebenso erwarten die Sportbekleidungshersteller durch die Euro 2008 massive Gewinne. Die ArbeiterInnen werden jedoch wieder einmal leer ausgehen.

Play Fair 2008 fordert die Unternehmen der Sportbekleidungs-Industrie und Sport-Institutionen wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf, deutliche Schritte für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben zu setzen.

Die internationale Kampagne Play Fair 2008 ist ein weltweiter Zusammenschluss von Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen. In der Schweiz wird Play Fair von der Clean Clothes Campaign getragen.

Verantwortung von Produzenten und Organisatoren sportlicher Großevents

Die Olympischen Spiele sind sowohl eine symbolische als auch eine praktische Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass diese Spiele den in der Olympischen Charta niedergelegten Idealen gerecht werden müssen.

Ebenso darf im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft 2008 die Fairness nicht bei der Seitenlinie des Spielfelds aufhören. Die Menschen, die sich an den Wettkämpfen erfreuen, sollen sicher sein können, dass die Andenken und Kleidungsstücke, die sie erwerben, in Fabriken hergestellt wurden, in denen die Menschenwürde und die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter respektiert werden.

Sportinstitutionen wie das Internationale Olympische Komitee (IOC), die durch Sponsoren- und Lizenzverträge großen Einfluss haben, und alle Unternehmen, die Sportbekleidung und -schuhe sowie andere Sportartikel herstellen und vermarkten, sollten deutlich mehr Verantwortung für die Arbeitsbedingungen der Branche zeigen, als sie dies derzeit tun.

Ein internationales Kampagnen-Komitee hat dem IOC am 10. Juni 2008 Petitions-Unterschriften aus 99 Ländern übergeben - die Erklärung von Bern (EvB) war vor Ort dabei. Die 12'000 Unterschriften wurden von zwei IOC-VertreterInnen entgegengenommen, die Reaktion des IOC auf die Play Fair-Forderungen bleibt jedoch enttäuschend.


30.05.08   Der IOC ignoriert die Forderungen der Play Fair Kampagne 2008 
08.08.07   Bericht Play Fair 2008 
08.08.07   Bilder zum Bericht Play Fair 2008 

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