Fair-Pay Kampagne 2002
Balljungen - Kinderarbeit in Pakistan und Indien (28.05.02)
Beschränkte Erfolge der FIFA-Projekte
Ein aktueller Bericht zur Fussballproduktion in Indien und Pakistan zeigt, dass die Projekte gegen Kinderarbeit der FIFA zusammen mit der UNICEF nur begrenzt zum Erfolg führen. Trotz einigen Verbesserungen werden weiterhin Kinder missbraucht in der Produktion von Fussbällen. In Pakistan nähten Kinder auch Fussbälle für WM Hauptsponsor Adidas. In diesen Regionen, wo erwachsene FabrikarbeiterInnen zu wenig verdienen, um ihre Familien zu ernähren, können Eltern ihre Kinder oft nicht in die Schule senden. Oft müssen sich daher Kinder am Broterwerb beteiligen. Gemäss diesen Recherchen werden die FIFA-Lizenzbestimmungen bezüglich der meisten Arbeitsrechte verletzt. Die Hauptprobleme betreffen die tiefen Löhne, die langen Arbeitszeiten, die Gewerkschaftsrechte und die grossen Unfallrisiken. Diese Resultate zeigen die Grenzen der "Pflästerli-Politik" der FIFA. Gefordert wird daher eine umfassende Strategie, um die elementaren Arbeitsrechte künftig zu respektieren.
| Football Dreams stiched with Children's Hands (Press Relesase from Global March Against Child Labour, May 23 2002) (12 KB) |
| Child Labour and Labour Rights in the Sporting Goods Industry in India (Summary, from the India Commitee of the Netherlands. May 2002) (31 KB) |
Die Balljungen aus Pakistan
"Es ist früh am Morgen in Sabrana, einem kleinen Dorf im Nordosten Pakistans. Assan, sein Alter wird auf 11 Jahre geschätzt, wacht mit seinen Geschwistern und seinem Freund Sagir auf. Assan hat keinen Vater mehr. Nach dem Morgengebet gibt es ein Fladenbrot. Dann beginnt der Arbeitsalltag: Assan und Sagir nähen Fussbälle zusammen. Wie in der nahegelegenen Industriestadt Sialkot werden die runden Leder von Hand genäht. Mit 20 Millionen Bällen pro Jahr werden in dieser Gegend rund drei Viertel der Weltproduktion an Fussbällen hergestellt.Kinder, die wie Assan und Sagir an der Fussballproduktion beteiligt sind, sieht man nicht in Sabrana. Sie bleiben verborgen. Dafür sorgen die Herstellerfirmen. Darunter sind bekannte Namen wie adidas, Puma oder Nike zu finden. Sie sorgen sich um ihren guten Ruf, möchten nicht, dass ihr Name mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht wird. Dennoch nähen diese Knaben 4 Bälle pro Tag. Um alle 32 Lederteile zusammen zu nähen brauchen sie 750 Nadelstiche. Pro Ball verdienen sie weniger als einen Franken. Häufig wird ihnen aber willkürlich etwas Geld abgezogen. Maffia-Steuer nennen dies die Jungen. Doch es gibt auch Hoffnung. Assan und Sagir können an einem Schulprogramm der Internationalen Arbeitsorganisation ILO teilnehmen, welche sich an Kinder richtet, die in der Fussballproduktion tätig sind." (Aus: Balljungs, Arbeitshilfe zum Video, 1999, siehe unten)
Balljungs : Woher kommen unsere Fussbälle? (1999)

Zwei Jugendliche kaufen einen Fussball. Die Kamera folgt diesem in die Luft und gelangt nach Sialkot in Pakistan, wo jährlich rund 20 Millionen Bälle für alle grossen Sportartikelhersteller produziert werden. In Sialkot leben auch Assan und Sagir. Sie beginnen früh am Morgen mit dem Zusammennähen von Lederfussbällen. Der Film berichtet von den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kindern, die auch heute noch in der Fussballproduktion in Pakistan arbeiten. Die Bilder von der Region zeigen, wie stark diese durch die Fussballproduktion geprägt wird. Mehr...
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Verleihstelle: Fachstelle Filme für eine Welt |
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Arbeitsmappe für Schüler zum Thema Kinderarbeit (Rote Falken) |


