Fair-Pay Kampagne 2002
Die FIFA toleriert massive Verstösse gegen Arbeitsrechte (28.05.02)
Die FIFA toleriert massive Verstösse gegen Arbeitsrechte
Statement der Clean Clothes Campaign und des Global March against Child Labour vom 28. Mai 2002
Die Clean Clothes Campaign (CCC), in der Schweiz getragen von Brot für alle, der Erklärung von Bern (EvB) und Fastenopfer, hat von der FIFA bisher vergeblich verlangt, dass die Arbeitsbedingungen bei ihren Partnern und deren Lieferanten verbessert werden. Gleich erging es dem weltweiten Netzwerk gegen Kinderarbeit, dem Global March against Child Labour. Deshalb veröffentlichen diese Organisationen heute einen gemeinsamen Appell an die FIFA und die Sportartikelfirmen. Darin zeigen sich die zwei Organisationen schockiert über die Antwort der FIFA, wonach "die FIFA nicht für die Arbeitsbedingungen in den Fabriken verantwortlich gemacht werden kann." Diese Aussage bestätigt den Eindruck, dass die Sozialklauseln in den Lizenz-Vereinbarungen der FIFA bisher weitgehend Makulatur blieben. Die CCC und der Global March rufen die FIFA auf, endlich die Verantwortung zu übernehmen, indem sie einen vollständigen, sozialen Verhaltenskodex für alle Sponsoren und Lizenznehmer einführt. Damit diese ethischen Grundnormen bei allen Produzenten eingehalten werden, muss die FIFA eine unabhängige Überprüfung akzeptieren. Mit einer Postkarten- und E-Mail-Aktion wird diesen Forderungen in der Schweiz Nachdruck verliehen.
Die Clean Clothes Campaign (CCC), in der Schweiz getragen von Brot für alle, der Erklärung von Bern (EvB) und Fastenopfer, hat von der FIFA bisher vergeblich verlangt, dass die Arbeitsbedingungen bei ihren Partnern und deren Lieferanten verbessert werden. Gleich erging es dem weltweiten Netzwerk gegen Kinderarbeit, dem Global March against Child Labour. Deshalb veröffentlichen diese Organisationen heute einen gemeinsamen Appell an die FIFA und die Sportartikelfirmen. Darin zeigen sich die zwei Organisationen schockiert über die Antwort der FIFA, wonach "die FIFA nicht für die Arbeitsbedingungen in den Fabriken verantwortlich gemacht werden kann." Diese Aussage bestätigt den Eindruck, dass die Sozialklauseln in den Lizenz-Vereinbarungen der FIFA bisher weitgehend Makulatur blieben. Die CCC und der Global March rufen die FIFA auf, endlich die Verantwortung zu übernehmen, indem sie einen vollständigen, sozialen Verhaltenskodex für alle Sponsoren und Lizenznehmer einführt. Damit diese ethischen Grundnormen bei allen Produzenten eingehalten werden, muss die FIFA eine unabhängige Überprüfung akzeptieren. Mit einer Postkarten- und E-Mail-Aktion wird diesen Forderungen in der Schweiz Nachdruck verliehen.
| FIFA Tolerates Massive Violations of Labour Rights (16 KB) |
| Erste Schritte der FIFA in die richtige Richtung |
Die FIFA widmet zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Weltmeisterschaft einem humanitären Zweck: Zusammen mit der UNICEF setzt sich Sepp Blatter in diesem Jahr für die Rechte der Kinder ein mit Projekten gegen Kinderarbeit in Indien und Pakistan. |
Auch die Clean Clothes Campaign (CCC) begrüsst die Projekte der FIFA gegen Kinderarbeit in Indien und Pakistan. Trotzdem es scheint, dass die FIFA zum "Fair Play" noch nicht bereit ist. Denn die Projekte decken nur einen kleinen Teil der Betriebe ab, welche die Tausenden von der FIFA lizenzierten Produkte herstellen. Das reicht bei weitem nicht. Und es ist unfair gegenüber den ausgebeuteten Kinderarbeitern. Es ist aber auch unfair gegenüber den Fussballspielern, die ohne es zu wissen, die Produkte dieser Ausbeutung benutzen. Die Sorge von Kailash Satyarthi, der Chairperson des Global March gegen Kinderarbeit, gilt es daher ernst zu nehmen: "Wir hoffen, die UNICEF ist sich über den derzeitigen Mangel an Willen bei der FIFA, die Rechte der Kinder zu schützen, im Klaren."


