Von der Kakaobohne zur Schokolade
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Kakaobohnen in den Händen

(c) Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)

Der Kakaobaum ist eine wichtige Einkommensquelle für Millionen von Bauern. Der Handel mit Kakaobohnen ist ein knallhartes Business mit einflussreichen Akteuren.

Kakao ist nach Kaffee und Zucker der meistgefragte Rohstoff weltweit. Und er boomt trotz Wirtschaftskrise. So erzielten die 18 Schweizer Schokoladehersteller im Jahr 2008 sowohl mengen- wie wertmässig erneut ein Rekordergebnis. Im laufenden Jahr wollen die Schweizer Schokolade- hersteller auf den Exportmärkten weiter zulegen und ihren Anteil am Inlandmarkt halten. In Europa und den USA stagniert zwar die Nachfrage, in den Schwellenländern und Osteuropa jedoch nimmt der Schokoladekonsum sprunghaft zu. Das freut die Schweizer Schokoladeindustrie, denn im Schoggiland sind die zwei weltweit grössten Schokoladeproduzenten zu Hause: Barry Callebaut und Nestlé.
Folgende Aufzählung zeigt, wie die Machtverhältnisse zwischen den verschiedenen Herstellern weltweit verteilt sind – die Aufzählung geht der Grösse nach:

Barry Callebaut (Schweiz),
Nestlé (Schweiz),
Mars,
Cadbury,
Kraft,
Hershey,
Cargill,
Blommer,
ADM,
Ferrero

Der Löwenanteil entfällt auf den Norden
Rund 40 Prozent des weltweit verwerteten Kakaos stammt aus der Elfenbeinküste. Ghana ist mit fast 20 Prozent die Nummer zwei im Wettbewerb um den Kakaohandel. Nigeria, Kamerun, Indonesien, Malaysien, Brasilien und Ecuador produzieren den Rest. Der Löwenanteil der Wertschöpfung in der Produktionskette von Schokolade findet aber, wie bei vielen anderen Produkten auch, im Norden statt. So entfallen nicht einmal fünf Prozent der Produktionskosten einer Tafel Schokolade auf den Süden.


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