Die UNO anerkennt das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht
Am 28. Juli 2010 hat die UN-Vollversammlung endlich das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht anerkannt. Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen genügenden Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,6 Milliarden fehlt der Zugang zu einfachen sanitären Anlagen. Jedes Jahr sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen unsauberen Wassers, die meisten von ihnen sind Kinder.
Wem gehört der Broccoli? Protest vor dem Europäischen Patentamt
Ein internationales Bündnis aus 300 Verbänden und Organisationen – darunter die EvB und Swissaid – haben vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München gegen die Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln protestiert. Anlass ist ein anstehender Grundsatzentscheid: Nächstens wird das EPA entscheiden, ob natürliche Ressourcen weiterhin als "Erfindung" beansprucht werden können. Das Bündnis lehnt dies ab und hat bereits 100‘000 Unterschriften für gesetzliche Verbote solcher Patente gesammelt.
Schweizer Wirtschaft und Menschenrechte: Neue Studie zur rechtlichen Situation
Die EvB fordert schon lange bessere und verbindliche Regeln zur Unternehmensverantwortung in der Schweizer Gesetzgebung. Zusammen mit acht Partnerorganisationen hat sie deshalb eine Studie zur rechtlichen Situation hierzulande in Auftrag gegeben. Diese zeigt, welche gesetzlichen Verpflichtungen Schweizer Konzerne derzeit haben, die Menschenrechte zu respektieren. Zudem gibt sie Hinweise, wie der Schutz der Menschenrechte bei im Ausland tätigen Unternehmen verbessert werden kann.
Freihandel und Menschenrechte: Die Schweiz muss anders handeln
Die Wirtschaftskrise vertieft die Kluft zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden. Und die Schweiz ist noch weit davon entfernt, ihre handelspolitische Verantwortung wahrzunehmen. Unser Handelspolitik-Experte Thomas Braunschweig skizziert in einem aktuellen Artikel den Weg zu menschenrechtskonformen Handelsabkommen.
Jack Wolfskin und Transa treten der Fair Wear Foundation bei
Am 01. Juli 2010 sind Jack Wolfskin und Transa der Fair Wear Foundation (FWF) beigetreten. Damit verpflichten sie sich, den FWF-Code zu implementieren, also ihre Produktionskette dahingehend zu ändern, dass faire Arbeitsbedingungen sichergestellt werden können. Wir begrüssen diesen Schritt und fordern die gesamte Textilbranche dazu auf, ebenso Verantwortung zu übernehmen. Im November 2010 veröffentlichen wir dann das neue Firmenranking - es bleibt also spannend, zu sehen, wer oder was sich bis dahin bewegt.